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Solo exhibition: 2019:

Am Fuße der Sonne

Ausstellungsraum Hermine Wiegele
Museum des Nötscher Kreises, Kärnten

30. März – 11. August 2019
Vernissage: Samstag 30. März 2019 | 14 Uhr

 

 

KREUZES INSTALLATION im Klagenfurt Dom 2019

von Michaela Christiane Wiegele

unter Beteiligung des Künstlers Alois Hechl (Glasbecken), der Künstlerin Martina Nikolić (Kerzen) und der Tischlermeister Hans Haller, Rene Rupnig (Montage)

 

001 Wiegele-Michaela Klagf-Dom 181526-Foto-FatziFoto: fatzi.at

002 KUNSTIMDOM-2019 WIEGELE foto-khkronawetter DSC 9482 korrFoto: Karl Heinz Kronawetter

003 Wiegele-Michaela Klagf-Dom 183055-Foto-FatziFoto: fatzi.at

 

Jesus sagte: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich" (Joh 14,6). Die Quadratur des Kreises bildet die Form des griechischen Kreuzes, das die kosmische Dimension des Christus zum Ausdruck bringt. Der Kreis als die Einheit des sich ergänzenden Polaritätsprinzips spiegelt sich auf allen Ebenen wider – der grobstofflichen (materiellen) und der feinstofflichen (geistig-seelischen), und durchdringt, wie Jesus bezeugt, den gesamten Kosmos.

Dieses Kreuz besteht aus 5 Teilen und der Schnittpunkt der Diagonalen im quadratischen Mittelstück ergibt ein Zentrum und gleichsam eine Bewegung von Innen nach Außen, symbolisiert durch die fließenden Strahlen, die in den Kreuzesarmen sonnengleich nach Außen fließen.
Das „ikonenhafte" blautönende Kreuz möchte zur Einkehr ins eigene Innere einladen, so dass der Betrachter in einem kontemplativen Blick darauf verweilen kann. Das Kreuz als kosmische Dimension findet sich auch im Menschen wieder und kann durch das christliche Herzensgebet freudvoll erneuernd erfahren werden.

Die physische Realität manifestiert sich durch die vier Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft, und sie kann man ebenso grobstofflich als auch feinstofflich fassen. So finden wir im Wasser den Nährboden und die Matrix für alles Leben auf Erden, und im Feuer die Wärme das Leben zum Keimen zu bringen. Auf einer geistigen Ebene kann man das Wasser als die göttliche Mutter, die Quelle, die Liebe, ohne die ein Leben nicht möglich ist, ansehen und im Feuer den Aspekt des heiligen Geistes sehen.
In der Genesis heißt es: "Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde; die Erde aber war wüst und wirr, Finsternis lag über der Urflut und Gottes Geist schwebte über dem Wasser.“ (Gen 1,1–2).

Die Quadratur des Kreises spiegelt sich im Kreis des Wasserbeckens und den Feuer-Kerzen-Armen wider und kann dem Menschen, der an seiner geistigen Geburt arbeitet, dienen – in der alten Symbolik von Reinigung und Transformation des alten Menschen. So kann die Fastenzeit in der Stille der inneren Einkehr als freudige, frohlockende Zeit erlebt werden und gipfelt durch das Osterfest im neuen, erwachten Menschen.

Michaela Christiane Wiegele

 

004 KUNSTIMDOM-2019 WIEGELE foto-khkronawetter DSC 9491 korrFoto: Karl Heinz Kronawetter

005 KUNSTIMDOM-2019 WIEGELE foto-khkronawetter DSC 9526 korrFoto: Karl Heinz Kronawetter

006 Wiegele-und-Kreuz KID-2019 foto-khkronawetter IMG 1735Foto: Karl Heinz Kronawetter

 


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